Impact
Ugandischen Waisenkindern eine Zukunft geben
Das Problem: Wenig Perspektive im Waisenhaus
Nahe Kampala, der Hauptstadt Ugandas, liegt die Stadt Entebbe. Dort befindet sich ein Waisenhaus für rund 80 Kinder mit dem Namen New Hope Children’s Centre. Als Aqua+-Geschäftsführung Bas-Jan Walhof das Waisenhaus im August 2022 gemeinsam mit einer Begleitperson privat besuchte, zeigte sich jedoch, dass die Lebensbedingungen kaum Hoffnung boten.
Situation vor Ort: bauliche Mängel und fehlende Ausstattung
„Bei der Ankunft hatten wir Fußbälle dabei, die wir in einem lokalen Geschäft gekauft hatten. Schnell wurde jedoch klar, dass Spielzeug die eigentlichen Probleme nicht lösen konnte“, erinnert sich Bas-Jan.
Das Dach war undicht, die Matratzen waren kaum fünf Zentimeter dick, Bettlaken stark beschädigt und Moskitonetze nicht vorhanden. Die Räume waren feucht, und häufig schliefen mehrere Kinder gemeinsam in einem Bett. Die Situation war belastend und machte deutlich, wie dringend grundlegende Verbesserungen notwendig waren.
Die Lösung: sichere Unterbringung und Schulmaterial
Für Bas-Jan war klar, dass die Unterstützung von Grund auf ansetzen musste. Zunächst wurde ein neues Dach mit stabiler Konstruktion und neuen Wänden realisiert, um die Schlafräume dauerhaft vor Regen und Witterung zu schützen. Anschließend folgten 80 neue Matratzen und vollständige Bettsets.
In einem nächsten Schritt wurden alle Kinder für ein ganzes Schuljahr mit Schulmaterial ausgestattet. Damit konnten sowohl die Wohn- als auch die Lernbedingungen spürbar verbessert werden.
Weitere Schritte: Wasserversorgung und Energie
Seit Herbst 2022 besteht ein regelmäßiger Austausch mit den Personen, die das Waisenhaus seit über 20 Jahren betreiben. Fortschritte werden laufend dokumentiert und per Foto geteilt. Dies schafft Vertrauen und bestätigt, dass die Unterstützung zweckgerichtet eingesetzt wird.
Inzwischen wird an weiteren Verbesserungen gearbeitet, darunter die Installation einer Wasserpumpe sowie perspektivisch Solarmodule. Diese ermöglichen es, elektrisch zu kochen. Das verbessert die Arbeitsbedingungen der Person, die täglich für die Kinder kocht, erheblich, da zuvor über viele Stunden mit Holzkohle gearbeitet wurde.
Auch die Finanzierung von Lehrkräften stellte lange eine große Herausforderung dar. Mehrere Lehrpersonen mussten ihre Tätigkeit einstellen, da die Mittel fehlten. Seit Anfang 2023 wird daher eine Lehrkraft finanziert, um den Kindern wieder regelmäßigen Unterricht zu ermöglichen.
„Auch Lehrkräfte konnten nicht mehr bezahlt werden. Ein Teil von ihnen hatte die Tätigkeit bereits beendet. Welche Startbedingungen haben Kinder unter solchen Umständen? Und welche Zukunftschancen ergeben sich daraus?“
Unser Beitrag: schrittweise Unterstützung und Vertrauen
Die Unterstützung erfolgte bewusst in einzelnen, überschaubaren Schritten. Zunächst wurden Dachplatten finanziert, anschließend Baumaterial, Arbeitsleistungen und weitere notwendige Maßnahmen. Durch den direkten Kontakt vor Ort ist nachvollziehbar, wie die Mittel eingesetzt werden und dass sie vollständig dem Projekt zugutekommen.
Rückblickend beschreibt Bas-Jan den Besuch im August 2022 als prägend. Die Kinder spielten am Ende der Reise noch immer mit dem mitgebrachten Fußball. Die Freude war spürbar. Mit der kontinuierlichen Unterstützung erhalten sie heute eine reale Perspektive für ihre Zukunft.